Trans* - das unbekannte Wesen
Wer bin ich - wer bist du?
Gibt es Worte für Gefühle, Empfindungen?
Sage ich, was ich meine - verstehst du, was ich sage?
Transsexualität ist ein Thema, das in letzter Zeit etwas mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten ist. Das geweckte Interesse kann oftmals nur schlecht befriedigt werden. Ich wollte mit diesem kurzen Seminar versuchen, einige Ursachen dafür zu erklären. Auch Möglichkeiten für Lösungsansätze sollten deutlich werden.
Will man das Wesentliche der Transsexualität verstehen, muss man über Gefühle reden. Um zu reden, braucht es Worte. Es fällt aber Betroffenen sehr schwer, ihre Gefühle in Worte zu fassen. Sie können nicht aus einer Vielzahl von Worten das passende auswählen, da die Menschen in diesem Bereich noch recht wortlos sind. Alle Beispiele, die gefunden werden, beschreiben nur unzureichend, was ein Transmensch fühlt.
Eine Übung machte deutlich, dass Kommunikation in hohem Maße ohne Worte stattfindet. Gefühlsmäßig nehmen wir eine Situation war und ordnen Handlungen uns bekannten Situationen zu. Die Begründung für eine bestimmte Zuordnung fällt schwer, da man dafür Gefühle und Automatismen wahrnehmen und beschreiben muss.
Als Transmensch erlebt man häufig Situationen, die völlig neu sind. Es besteht kein Erfahrungsschatz, der intuitives Handeln möglich macht. Handlungen passen oft nicht zu dem, was erwartet wird. Dadurch besteht immer wieder die Notwendigkeit, Handlungen zu erklären, Gefühle zu erläutern. Grundkenntnisse im Bereich der Kommunikation sind nützlich, wenn man sich verständlich machen will und wenn man die Äußerungen von Gesprächspartnern nicht falsch werten möchte.
Sprache und Verständnis sind vielschichtig. Um das zu verdeutlichen, habe ich das “Vier – Ohren – Modell” kurz vorgestellt. Jeder Satz, der an jemanden gerichtet wird, enthält mindestens 4 Informationen:
- eine Sachinformation (worüber ich informiere)
- eine Selbstkundgabe (was ich von mir preisgebe)
- einen Beziehungshinweis (was ich von dir halte und wie ich zu dir stehe)
- einen Appell (was ich bei dir erreichen möchte).
Kurz vorgestellt habe ich auch das Modell des “Inneren Parlaments”. Sehr häufig streiten in Jedem von uns die unterschiedlichsten Empfindungen. Für sich wiederholende Situationen sollte man sich Klarheit im “Inneren Parlament” schaffen.
Die Theorie bereicherte ich mit Beispielen aus meinem “Transleben”.
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